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Jahresbericht 2017

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Liebe Leser,

schön, dass Sie das neue Jahrbuch der Hephata Diakonie lesen. Ein Jahrbuch? Ja! Keine Broschüre, sondern ein eigenes kleines Buch. Hier haben wir die wichtigsten Themen des letzten Hephata-Jahres für Sie zusammengetragen.

Das Hephata-Jahr ist ein ganz besonderes Jahr.
Das Kalenderjahr beginnt am 1. Januar, das Kirchenjahr am 1. Advent. Das Hephata-Jahr reicht immer von April bis April.
Denn im April 1901 wurde Hephata gegründet. Das ist jetzt mehr als 117 Jahre her. Jedes Hephata-Jahr ist seitdem voller Entwicklungen. Was sich zwischen April 2017 und April 2018 in unserer Arbeit entwickelt hat, möchten wir Ihnen in diesem Jahrbuch vorstellen.

Wir tun das mit Zahlen, Daten und Fakten. Wir tun das aber auch mit Bildern und Geschichten. Damit wollen wir Ihnen zeigen: Wir leben unser Motto „MitMenschen aktiv“ mit großer Vielfalt.

Wir möchten mit unserem Jahrbuch auch möglichst viele Menschen erreichen. Wir möchten, dass viele Menschen lesen und verstehen können, was wir im letzten Hephata-Jahr getan haben. Und was uns wichtig war und ist. Deshalb ist das Jahrbuch in Einfacher Sprache geschrieben.

Wir laden Sie mit dem Jahrbuch dazu ein, unsere diakonische Arbeit zu begleiten. Wir bedanken uns mit dem Jahrbuch aber auch: bei allen, die Tag für Tag „MitMenschen aktiv“ sind, ganz besonders bei unseren engagierten Mitarbeitern. So kommen wir gut in das nächste Hephata-Jahr!

Ihre Vorstandsmitglieder der Hephata Diakonie

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„Am Anfang war es schwer, es gab Tränen und wir haben viel geredet. Es ist nicht einfach, eigene Entscheidungen zu treffen und selbstständiger zu werden“, sagt Hans Rössel. Rössel leitet den Wohnverbund Neustadt der Behindertenhilfe Hephatas. Dazu gehören ein Wohnhaus und sieben Wohnungen.Kim-Lisa Olbert wohnte erst im Wohnhaus. Dann zog sie in eine der Wohnungen und baute sich ihr eigenes Leben auf. Hans Rössel und sein Team halfen und helfen ihr dabei.

Kim-Lisa Olbert ist 26 Jahre alt. Sie lebt mit drei anderen Klienten in einer Wohnung, die die Hephata Diakonie gemietet hat. Hans Rössel und die Mitarbeiter aus seinem Team kommen nur stundenweise vorbei. Ansonsten leben die Bewohner im Alter zwischen 26 und 30 Jahren ihr Leben selbstständig. Das nennen wir „Betreutes Wohnen“.


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„Heute bin ich froh, wenn ich auch mal allein sein kann. Das war nicht immer so“, sagt Kim-Lisa Olbert. Zuerst lebte Kim-Lisa Olbert in der Jugendhilfe Hephatas. Sie zog mit elf Jahren in eine Wohngruppe der Jugendhilfe für Mädchen in Neustadt. Sie fand hier Freunde und machte ihren Abschluss an der Förderschule. Mit 20 Jahren zog sie ins Wohnhaus der Behindertenhilfe. „Neustadt ist meine Heimat geworden. Ich wollte gerne bleiben, konnte aber noch nicht alleine wohnen“, erinnert sie sich.

Im Wohnhaus bereiteten die Mitarbeiter Kim-Lisa Olbert auf das Betreute Wohnen vor. Sie lernte ihr Geld einzuteilen und ihren eigenen Haushalt zu machen. Mit 22 Jahren war sie bereit für den Umzug. Und sie fand auch einen Arbeitsplatz. Seit Juni 2017 arbeitet Kim-Lisa Olbert in einer Kindertagesstätte. „Ich liebe die Arbeit sehr. Ich bin richtig froh darüber.“

Arbeit und Wohnung - Kim-Lisa Olbert fühlt sich wohl. Dabei geben Hans Rössel und sein Team ihr Sicherheit.
Die Mitarbeiter haben aber nur einen Notschlüssel zu der Wohnung. Wenn sie die Klienten besuchen, klingeln sie. „Erst waren wir Trainer, heute sind wir Begleiter und Berater“, sagt Hans Rössel. Wenn die Klienten es möchten, gehen sie mit ihnen zum Beispiel zu Ärzten oder Behörden. Am Wochenende und in den Ferien bieten sie Freizeitangebote an. Im Mai war Kim-Lisa Olbert mit Mitbewohnern und Mitarbeitern auf Mallorca.


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Kim-Lisa Olbert sagt: „Früher musste ich Bescheid sagen, wann ich wohin gehe. Heute ziehe ich die Tür hinter mir zu und kann machen, was ich möchte.“ Aber sie hat auch Pflichten. „In dieser Woche kaufen die Anderen ein und kochen. Dafür muss ich den Flur putzen, den Müll rausbringen und die Pfandflaschen entsorgen. Das mache ich meistens abends nach der Arbeit.“ Dann hat sie auch Kontakt zu den Nachbarn. Die laden sie zum Beispiel zum Kaffeetrinken ein.

„Frau Olbert hat sich von uns gelöst und geöffnet.
Sie hat wirklich eine ganz tolle Entwicklung gemacht.
Wir hoffen, dass sie irgendwann nur noch sehr wenig Unterstützung braucht“, sagt Hans Rössel.

Kim-Lisa Olbert sagt dazu: „Im nächsten Jahr will ich aus der Wohnung ausziehen und mit meinem Freund zusammenziehen.“

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Wer ist Celine Fink?
Die 13-Jährige guckt gerne Fernsehen, am liebsten Mr. Bean.
In der Eisdiele bestellt sie Erdbeere und Schoko. In ihrem Fotoapparat sind gerade die Batterien leer, „So ein Mist!“.
Und beim Quartett findet sie die Karte mit dem Wohnmobil am spannendsten. Celine unterhält sich gern. Aber ihrer Umgebung fiel es früher oft schwer, sie zu verstehen. In der Förderschule Hephatas hat sie die Unterstützte Kommunikation kennengelernt. Jetzt kann sie mit Wörtern, Gebärden, Bildkarten und einem Sprach-Computer sprechen.  

Es ist Morgenkreis in der Klasse von Celine.
Die neun Schüler erzählen von ihrem Wochenende.
Vier Schüler nutzen ihre eigenen Stimmen. Die fünf anderen Schüler können nicht oder nur wenig sprechen. Sie nutzen Sprach-Computer. Das sind besondere Computer mit besonderen Programmen.


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„Bevor Celine ihren Sprach-Computer hatte, konnte sie sich nicht so gut ausdrücken. Sie konnte sich nur mit Gebärden, Bildkarten und einzelnen Worten mitteilen“, sagt Förderschullehrerin Simone Auth-Purtauf. Jetzt verbindet Celine ihre Gebärden, ihre Stimme und Bildkarten mit dem Sprach-Computer. Dadurch ist ihr Wortschatz viel größer geworden.

Auf Celines Sprach-Computer gibt es verschiedene Kategorien. Zum Beispiel: „Einkaufen“, „Schule“ oder „Fahrzeuge“. In jeder Kategorie gibt es viele Symbole. Tippt Celine zum Beispiel das Symbol mit dem Wohnwagen an, sagt der Sprach-Computer: „Wohnwagen“. So kann Celine sprechen. Sie lernt, Wörter mit Bildern und Situationen zu verbinden. Und sie lernt auch neue Wörter und die Aussprache von Wörtern kennen.

Im Deutschunterricht sieht das so aus: Die Klasse wird in zwei Gruppen geteilt. Die Schüler der einen Gruppe lesen ein Buch. Die Schüler der anderen Gruppe lernen das Buch mit den Sprach-Computern kennen. Die Lehrerin hat die Symbole zu dem Buch in die Sprach-Computer eingegeben. Dann liest die Lehrerin das Buch vor. Die Schüler tippen die passenden Symbole an und sprechen die Wörter mit.


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Der Sprach-Computer hat für Celine viele Vorteile,
aber auch für ihre Eltern und Lehrer. Vorher konnte Celine selbst wenig aus der Schule berichten. Heute kann sie mit ihrem Sprach-Computer ein Video in der Schule aufnehmen. Das kann sie dann zu Hause ihren Eltern zeigen. Die Lehrer können auf dem Computer Sprach-Nachrichten für die Eltern
hinterlassen. Und umgekehrt. „Mit dem Sprach-Computer kann Celine jetzt auch mit der eigenen Stimme besser sprechen. Sie bildet schon Zwei-Wort-Sätze und Satzteile“, sagt ihre Lehrerin.

Die Unterstützte Kommunikation gibt es an der Hephata-Förderschule schon lange. Die Sprach-Computer gibt es seit vier Jahren im Unterricht. Dafür haben die Lehrer Fortbildungen besucht. Und es wurden Sprach-Computer für
die Schule gekauft. Im nächsten Jahr werden noch weitere Sprach-Computer gekauft. Manchen Schülern bezahlt auch die Krankenkasse private Sprach-Computer. Celine hat jetzt mit Hilfe ihrer Lehrerin einen beantragt. Simone Auth-Purtauf sagt: „Celine macht so vielversprechende Fortschritte.“

»Ein Sprach-Computer gibt immer die gleiche Antwort.
Er spricht Wörter immer wieder vor. Er ist nie genervt.
Wiederholungen von Wörtern sind wichtig für das Lernen.«
Simone Auth-Purtauf

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Ivonna (38) und Andreas (39) Lambrecht haben fünf Kinder.
Drei sind ihre gemeinsamen Kinder. Zwei sind ihre „geschenkten Kinder“. Das heißt: Das Jugendamt hat
die beiden Kinder in die Familie Lambrecht gegeben. Weil die beiden Kinder nicht in ihrer biologischen Familie leben
können.
Ivonna und Andreas Lambrecht sind aber keine Pflegeeltern. Sie sind Erziehungseltern in der Familienintegrativen Hilfe. Ivonna Lambrecht arbeitet bei der Jugenhilfe Hephatas.

Die Garderobe quillt über. Das Schuhregal auch. Playmobil und Lego auf dem Wohnzimmerboden. Puppen, Bücher und Spiele im Regal. Fünf Kinder brauchen viel Platz. Im Herzen und in der Wohnung. Ivonna und Andreas Lambrecht haben Platz genug. Für ihre biologischen Kinder Elias (9), die Zwillinge Ronja (7) und Svea (7) und für die „geschenkten Kinder“ Anne (4)* und Marie (3)*.


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Anne und Marie sind biologische Schwestern. Sie kamen als Babies zu den Lambrechts. Marie war erst vier Tage alt.
„Wir erleben beide Kinder als Geschenke“, sagt Ivonna Lambrecht. Denn das Jugendamt und die biologische Mutter entscheiden bei allen wichtigen Dingen mit. Die biologische Mutter besucht ihre Töchter regelmäßig. Vielleicht will sie sie irgendwann zurück haben. Auch für diese Gedanken müssen Ivonna und Andreas Lambrecht Platz in ihrem Leben machen.

Ivonna Lambrecht arbeitet bei der Jugendhilfe Hephatas.
Für die Betreuung der beiden Mädchen in ihrer Familie hat die Erzieherin eine volle Arbeitsstelle. Vermutlich bis zum 18. Geburtstag der Mädchen. Danach zahlt das Jugendamt nur noch für ein paar Stunden Betreuung pro Woche. „Wir haben allen unseren Kindern Familie versprochen. Es ist klar, dass die Beiden auch als Erwachsene unsere Unterstützung brauchen und bekommen“, sagt Ivonna Lambrecht. Die Lambrechts selbst bekommen Unterstützung von der Fachberaterin der Jugendhilfe Hephatas. „Wir passen auf, dass es den Kindern gut geht“, sagt Sozialpädagogin Daniela Seidemann-Schawer. Sie trifft sich regelmäßig mit den Erziehungseltern und begleitet sie auch in Krisen. Hinzu kommen Fortbildungen und Supervision.

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„Eine Erziehungsfamilie lässt immer auch die biologische Familie der Kinder, das Jugendamt und die Heimaufsicht in ihr Leben“, sagt Daniela Seidemann-Schawer. „Die größte Herausforderung ist aber, die Kinder zu lieben ohne einen Anspruch auf sie zu haben. Eine professionelle Mama zu sein.“

Das wollte Ivonna Lambrecht schon lange sein. Sie hatte vor der Geburt ihrer Kinder in einem Wohnheim der Jugendhilfe gearbeitet. Und sie hatte davon geträumt, in einem Kinderdorf zu leben und zu arbeiten. Ihr Mann arbeitet als
Gesundheits- und Krankenpfleger in der Psychiatrie.
Er sagt: „Meine Planung war: Ein Kind. Da lagen wir dann irgendwann drüber.“

Eine Freundin erzählte den Beiden von den Erziehungsstellen Hephatas. „So kamen noch mehr Kinder in unser Leben.
Das war und ist für uns ein Glück und ein sehr guter Weg“, sagt Ivonna Lambrecht.

»In unserer Familie sind wir sieben Menschen. Davon sind fünf Kinder. Aber nicht: Drei eigene und zwei fremde Kinder.
Wir haben fünf Kinder.«
Ivonna Lambrecht

*Die Namen wurden
von der Redaktion geändert

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„Jannik und ich müssen uns langsam voneinander abnabeln“, sagt Jörg Schade (51). Sein Sohn Jannik (20) hat die Schule beendet. Er wird bald in einer Werkstatt für Menschen mit Behinderungen arbeiten. Und er wird in ein neues Haus der Behindertenhilfe Hephatas in Rotenburg ziehen.
Sein neues Zuhause ist mit dem Auto 15 Minuten von seinem Elternhaus entfernt. So nah war der 20-Jährige seiner Familie in den ganzen letzten Jahren nicht. Da lebte er die Woche über in einem Internat. Doch trotz der Nähe geht es jetzt ums Abnabeln.

Für Jannik Schade bedeutet das neue Zuhause:
Zurück in die Heimat und vorwärts in ein neues Leben. Es ist eine Rückkehr, weil Jannik Schades Familie ganz in der Nähe wohnt. Der 20-Jährige kennt die Region und hat hier alte Bekannte. Es ist ein Fortschritt, weil Jannik Schade in dem neuen Haus selbstständiger leben kann. Das Haus ist modern und barrierefrei. Die Rotenburger Innenstadt ist zehn Minuten
entfernt. Die Bewohner des Hauses gehen tagsüber arbeiten. Zu Hause machen sie fast alles selbst. Sie kaufen ein, kochen, waschen und putzen. Wenn sie Unterstützung brauchen, helfen ihnen die Mitarbeiter dabei.


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„Ich freue mich, dass ich hierher ziehen kann“, sagt Jannik Schade und drückt seinen Vater fest an sich. Die Beiden haben eine sehr enge Beziehung. Jannik Schade kam mit einer Bakterien-Infektion zur Welt. Die Bakterien führten zu einer Entzündung der Hirnhaut. Jannik Schade ist deswegen von Geburt an behindert und sitzt im Rollstuhl. Bis er sieben
Jahre alt war, lebte er bei seinen Eltern. Die Familie kümmerte sich immer sehr um ihn. Das blieb auch so, als der 20-Jährige in ein Internat in Nordhessen zog. Er besuchte eine Förderschule und kam am Wochenende und in den Ferien heim. Die Familie rückte noch näher zusammen als Jannik Schades Mutter vor vier Jahren starb.

Jörg Schade sagt: „Ich merke jetzt langsam, dass ich älter werde. Irgendwann werde ich nicht mehr da sein. Für mich ist es eine große Beruhigung, dass Jannik in das Haus ziehen kann.“
Er und seine Familie haben sich schon vor vier Jahren um ein Zimmer bemüht. „Jannik wollte gern in einem kleinen Haus leben. Außerdem wohnt er dann um die Ecke. Die Zusage von Hephata war das Schönste, was uns passieren konnte. So viel Glück hatten wir lange nicht.“


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In dem neuen Haus können 14 Erwachsene mit Behinderungen leben. Es gibt zwei Wohngemeinschaften:
Im Erdgeschoss können sechs Bewohner leben,
im Obergeschoss acht. Jeder Bewohner hat ein Einzelzimmer. Immer zwei Bewohner teilen sich ein Bad. Außerdem hat jede Wohngemeinschaft eine Küche und ein Wohn- und Esszimmer. Jannik Schade hat sich ein Zimmer im Erdgeschoss ausgesucht. Er bringt seine eigenen Möbel mit:
einen Fernseher, ein Telefon, einen BluRay-Spieler und 300 DVDs. Und natürlich seine Kopfhörer.

Mit Jannik Schade kommen auch vier neue Mitarbeiterinnen in das neue Wohnhaus. Eine davon ist Nicole Dietz aus Rotenburg-Lispenhausen. Auch für sie ist das Wohnhaus ein Zurück in die Heimat und ein Fortschritt: „Es ist gut, dass wir hier sind, mitten in der Gesellschaft.“ Sie sagt: „Ich freue mich, dass ich hier arbeiten kann.“

»Ich gehe gerne einkaufen. Mal sehen, was für Geschäfte es in Rotenburg gibt.«
Jannik Schade

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In Latzhose und mit Gehörschutz sitzt Renate Sprenger in der Werkstatt an der Säge. In Jeans und Pulli steht sie im Diakonieladen Regenbogen an der Kasse. Renate Sprenger ist Klientin der Sozialen Rehabilitation Hephatas. Sie arbeitet
in der Werkstatt für Menschen mit psychischen und seelischen Beeinträchtigungen.
„Mein Selbstwertgefühl war weg. Das ist viel besser geworden. Es freut mich, wenn Menschen Dinge aus der Werkstatt kaufen. Dinge, die ich gemacht habe.“


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Renate Sprenger arbeitet mit Holz. Sie und ihre Kollegen machen daraus fast alles: Mobiles, Dekorationen, Gartenbänke, Schaukelpferde, Rutschautos, Vogelhäuschen, Garderoben, Brettspiele und Spielzeug.
In zwei Arbeitsgruppenentwickeln sie mit den Mitarbeitern neue Ideen und Motive. Sie zeichnen Schablonen, sägen, kleben, schrauben, streichen, beizen und lackieren.

Renate Sprenger arbeitet in der Arbeitsgruppe Holz.
Mit 24 Klienten ist das die größte von insgesamt
sieben Arbeitsgruppen der Werkstatt. Hier werden die Schablonen gemacht und die Formen ausgesägt. Im Raum gegenüber sitzen die zwölf Kollegen der Arbeitsgruppe Eigenproduktion. Sie bauen die Holzteile zusammen und malen sie an. Danach werden die fertigen Produkte im „Diakonieladen Regenbogen“ in der Fritzlarer Innenstadt verkauft.

Klienten aus den beiden Arbeitsgruppen stehen im Laden an der Kasse. Die meisten von ihnen möchten erstmal nicht mit fremden Menschen in Kontakt kommen. Wer sich doch traut, gewinnt meistens an Selbstwertgefühl. Denn die Produkte des Ladens sind beliebt, besonders zur Adventszeit und zu Ostern.
Die meisten Kunden kommen aus der Region. Einige Kunden wohnen aber auch in Schweden, Australien und England und lassen sich die Produkte zuschicken.


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Immer zwei Klienten arbeiten zusammen im Laden.
Die Klienten arbeiten von Montag bis Freitag von 9 Uhr bis 15.30 Uhr im Laden. Abends und samstags haben sie frei. Dann stehen Mitglieder der Fritzlarer Kirchengemeinde ehrenamtlich an der Kasse.
Renate Sprenger ist immer am Dienstag und am Mittwoch im Laden. „Ich mache das gerne. Hier gibt es jeden Tag was Neues. Und ich erzähle den Kunden gerne von unserer Arbeit.“

Renate Sprenger bedeutet ihre Arbeit viel. Vorher hatte sie nicht viel mit Holz zu tun. Sie hat nach der Schule den Beruf Industriekauffrau gelernt und in ihrem Beruf gearbeitet.
Heute sagt sie: „Ich kann nicht unter Druck arbeiten.
Ich brauche den Schutz der Werkstatt. Sonst verliere ich meine Ruhe und mein inneres Gleichgewicht.“
Die Arbeit in der Werkstatt und im Laden geben ihr Struktur.
Renate Sprenger sagt: „Für mich bedeutet das viel mehr als nur Arbeit. Deswegen finde ich eine Woche Urlaub meistens schon genug. Danach fehlt mir das hier.“

Kontakt:
Diakonieladen
Regenbogen
Zwischen den Krämen 8
34560 Fritzlar
Tel. 05622 799577

Öffnungszeiten:
Montag bis Freitag
von 9 bis 12 Uhr
und von 14 bis 18 Uhr
Samstag von
10 bis 13 Uhr
Mittwochnachmittag
geschlossen

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Das Jahrbuch ist in Einfacher Sprache geschrieben.
Die Einfache Sprache ist einfach zu verstehen. Sie ist für Menschen, die Probleme mit dem Lesen und dem Schreiben haben. Außerdem gibt es die Leichte Sprache. Die Leichte Sprache ist noch leichter zu verstehen. Sie ist für Menschen mit Behinderungen. Eine Gruppe von Klienten und Mitarbeitern Hephatas achtet besonders auf die Leichte Sprache.
Sie kontrollieren und übersetzen Texte in Leichte Sprache.
Sie sind der Gegenlesezirkel.

Die Mitglieder des Gegenlesezirkels treffen sich
einmal im Monat. Die Mitglieder sind Klienten,
die in Einrichtungen der Hephata-Behindertenhilfe
leben oder arbeiten. Und Mitarbeiter der Behindertenhilfe.
Der Gegenlesezirkel arbeitet seit acht Jahren.


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„An unseren ersten Auftrag kann ich mich noch sehr
gut erinnern“, sagt Renate Bohnert.
Sie ist Mitarbeiterin der Behindertenhilfe. Sie und ihr Kollege Marc Scheiding sind die Unterstützer im Gegenlesezirkel. Renate Bohnert: „Wir haben die Übersetzung eines Bibeltextes aus dem Matthäus-Evangelium in Leichte Sprache geprüft.
In dem Text wird die Bedeutung des Namens ,Hephata‘ erklärt.“ Der Text steht seitdem auf der Internetseite der Hephata Diakonie.

Der Gegenlesezirkel hat jetzt neun Mitglieder.
Die Mitglieder des Gegenlesezirkels prüfen
und übersetzen aber nicht nur geschriebene Texte.
Sie prüfen und übersetzen auch gesprochene Texte.

Im letzten Jahr besuchten die Mitglieder einen Gottesdienst der Hephata-Kirchengemeinde. Danach besprachen sie mit dem Pfarrer, der den Gottesdienst gehalten hat, welche Wörter gut verständlich waren. Für die Wörter, die nicht gut verständlich waren, haben sie andere Wörter vorgeschlagen. Ein anderer Auftrag ist die Prüfung der Zeitschrift
„Hallo Hephata“. Das ist die Zeitschrift für die Klienten der Behindertenhilfe Hephatas. Die Zeitschrift erscheint viermal im Jahr in Leichter Sprache und informiert über Neuigkeiten.


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Ein ganz besonderer Auftrag war im letzten Jahr die Begleitung der Wahl des Werkstattrates und der Frauenbeauftragten. Der Werkstattrat und die Frauenbeauftragte werden alle vier Jahre von den Beschäftigten der Hephata-Werkstätten gewählt.
Für die Wahl im letzten Jahr haben die Mitglieder des Gegenlesezirkels die Wahlunterlagen auf Leichte Sprache geprüft.

Florian Ebersbach (28) war dabei. Er ist seit einem Jahr
beim Gegenlesezirkel. „Ich wollte mal was ganz Anderes machen. Ich kann selber nicht lesen, aber ich kann gut zuhören und Texte verstehen“, sagt der 28-Jährige.
Petra Uftring (63) ist auch seit einem Jahr Mitglied des Gegenlesezirkels. Sie sagt: „Ich interessiere mich für Politik, Wirtschaft und Soziales. Ich gucke gerne im Fernsehen die Sendungen, Plusminus‘ oder ,Monitor‘. Ich kann manchmal aber nicht verstehen, was die Wörter bedeuten. Ich mache hier mit, um Wörter verständlicher zu machen. Für mich und andere.“

»Wir beschäftigen uns auch mit Themen aus Politik und Gesellschaft. Das Lesen von Texten bedeutet immer auch:
Wir bilden uns weiter.«
Renate Bohnert

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„Ich habe doch keinen Schlaganfall!“
Das denkt Michael Reinhard* als er in die Hephata-Klinik eingeliefert wird. „Ich habe nur ein Problem mit dem rechten Arm.“ Michael Reinhard will schnell wieder zur Arbeit. Der 45-Jährige ist Handwerker, er hat eine eigene Firma. Viel Arbeit wartet auf ihn. Sie muss noch lange auf ihn warten.
Denn Michael Reinhard hat einen Schlaganfall. Er bleibt fast zwei Wochen in der Hephata-Klinik. Danach folgt die Reha.
Heute arbeitet er wieder, aber sein Leben hat sich geändert.

„Ich dachte, ich habe mir einen Nerv eingeklemmt und deshalb tut der Arm weh“, sagt Michael Reinhard.
Doch 20 Minuten nachdem er in die Hephata-Klinik eingeliefert wurde, steht fest: Er hat keinen eingeklemmten Nerv, sondern einen Schlaganfall.

Der Schlaganfall kommt von einem Blutpfropfen
im Kopf. So ein Pfropfen kann mit Medikamenten
aufgelöst werden. „Mein Glück war es, dass ich schnell in einer Fachklinik behandelt wurde“, sagt Michael Reinhard.


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Die Hephata-Klinik in Schwalmstadt-Treysa ist eine Fachklinik für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie. Sie hat eine extra Abteilung für Patienten mit Schlaganfällen.
In der Abteilung arbeitet ein Team aus Fachärzten, Pflegern, Physiotherapeuten, Ergotherapeuten und Logopäden. Außerdem hat die Klinik ein eigenes CT-Gerät und ein eigenes MRT-Gerät. Damit können ganz genaue Bilder vom Gehirn gemacht werden.

Fachärzte und Geräte können aber nur gute Erfolge erzielen, wenn die Patienten schnell genug kommen. Bei einem Schlaganfall sind die Chancen auf gute Erfolge in den ersten vier Stunden am besten. Je länger man einen Schlaganfall nicht behandelt, desto mehr Gehirnzellen sterben ab.
In jeder Stunde, in der man einen Schlaganfall nicht behandelt, altert das Gehirn um fast vier Jahre.
„Viele Patienten kommen leider zu spät. Das Gefährlich bei einem Schlaganfall ist, dass er erst keine Schmerzen macht“, sagt Neurologe und Chefarzt Dr. Bernd Schade.
„Wenn überhaupt, haben Patienten vorher nur kleine Warnsignale wie ein Kribbeln im Arm oder im Gesicht.
Das nehmen viele nicht ernst.“


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Michael Reinhard hatte solche Warnsignale. Und er nahm sie nicht ernst. Zwei Wochen vor seinem Schlaganfall kribbelte sein Arm immer mal wieder. Außerdem hatte er Bluthochdruck, er rauchte viel, Dauerstress
gehörte zu seinem Alltag.

„Der Schlaganfall hat mir den Boden unter den Füßen weggerissen“, sagt der 45-Jährige.
Obwohl er schnell die richtige Behandlung bekam, dauerte seine Erholung vier Monate. Heute erinnert nur ein leichtes Handicap im rechten Arm an den Schlaganfall.
Er muss Tabletten nehmen und alle sechs Monate zur Kontrolle in die Hephata-Klinik kommen.

Michael Reinhard sagt: „Ich gehe heute mit meiner Gesundheit viel bewusster um. Ich mache Sport und gönne mir mehr Pausen. Ich schätze mein Leben mehr.“

»Jeder Schlaganfall ist ein Notfall. Dafür gibt es
einen guten Merksatz. Der heißt: Time is brain.
Das bedeutet: Zeit rettet Gehirn.«
Dr. Bernd Schade

*Der Name wurde
von der Redaktion geändert.

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Gemeinsam schaffen Menschen oft Dinge, die sie alleine nicht schaffen. Drei gute Beispiele gab es dafür im letzten Jahr:
Erstens die Hephata-Festtage. Das ist ein Fest mit mehr als 100 Marktständen, drei Musikbühnen und tausenden Besuchern.
Zweitens der „Design Jam“. Dort stellten die Werkstätten von Hephata ihre Produkte vor und vernetzten sich noch mehr.
Und drittens das „Benefiz-Gala-Dinner“ mit Musik, Kabarett und Essen in der Hephata-Kirche.


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Die Hephata-Festtage
Jedes Jahr am zweiten Wochenende im September finden die Hephata-Festtage statt. Dann kommen tausende von Besuchern auf das Stammgelände der Hephata Diakonie in Schwalmstadt-Treysa.
Die Festtage bieten ein Programm mit Musik, Tanz, Theater, Handwerkskunst, einem Zeltlager, Spiel, Sport, leckerem Essen und Trinken. Die Mitarbeiter und Klienten Hephatas feiern mit den Besuchern. Einige Mitarbeiter und Klienten helfen aber auch bei den Festtagen. Sie stehen zum Beispiel an den Marktständen der Hephata-Betriebe. Dort verkaufen sie eigene Produkte und informieren über die Angebote und Aufgaben von Hephata. Oder sie übernehmen die Moderationen an den Bühnen. Dabei hat jede Bühne ein Team mit zwei Moderatoren: Ein Mitarbeiter und ein Klient.
Die Hephata-Festtage sind eine der größten Veranstaltungen der Region. Sie sind nur möglich, weil viele Menschen aus vielen Bereichen zusammen feiern und arbeiten.



Nicht verpassen!
Die nächsten Hephata-Festtage finden
vom 7. bis 9. September 2018 in Schwalmstadt-Treysa statt. Unter anderem gibt es dort ein inklusives Zeltlager, eine große 90er Party und viele spannende Mitmach-Aktionen.
Stargast ist die Schlagersängerin Ella Endlich.
Sie gibt am 9. September ein Open-Air-Konzert.www.hephata.de/festtage

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Der „Design Jam“
Zusammen Neues schaffen – das war das Thema des ersten „Design Jam“ der Hephata Diakonie im letzten November. Daran nahmen 23 Klienten und Mitarbeiter aus allen Werkstätten Hephatas teil.
Erst haben sie sich einen Überblick verschafft:
Welche Werkstatt an welchem Standort macht eigentlich was genau?
Wie viele verschiedene Produkte aus Holz, Metall
und Papier werden in den Werkstätten hergestellt?
Und welche Wünsche haben die Auftraggeber
an die Werkstätten?
Danach haben die Klienten und Mitarbeiter
gemeinsam überlegt: Wie kann man die Werkstätten noch besser miteinander vernetzen und die Produkte weiter entwickeln?
Dabei haben ihnen drei Fachleute für Design geholfen.
Die Ideen aus dem „Design Jam“ werden jetzt von einer Arbeitsgruppe weiter bearbeitet.



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Das erste „Benefiz-Gala-Dinner“ der Hephata Diakonie fand im letzten Oktober statt. Es fand zum Jubiläum der Reformation statt. Denn im Jahr 1517 soll Martin Luther in Wittenberg die Reformation der Kirche angestoßen haben.
Aus diesem Anlass kochten Mitarbeiter und Klienten der Behindertenhilfe Hephatas für 60 Gäste in der Hephata-Kirche ein Vier-Gänge-Menü.
Außerdem gab es ein abwechslungsreiches Programm aus Kabarett und Musik zum Thema. Die Gäste zahlten für das Essen und das Programm.
Der Erlös des „Benefiz-Gala-Dinners“ kam der Arbeit der Kirchenmusik der Hephata Diakonie zugute.

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Name: Der Name „Hephata“ bedeutet: Öffne dich! Er kommt
in der Bibel im Markus-Evangelium vor.
In der Geschichte geht es um einen Mann, der nicht reden und nicht hören kann. Menschen bringen den Mann zu Jesus.
Jesus legt dem Mann die Finger in die Ohren und berührt seine Zunge mit Speichel. Jesus sieht dabei in den Himmel und sagt: „Hephata!“ Von da an kann der Mann sehen und hören.

Diakonie: Das Wort „Diakonie“ kommt aus der griechischen Sprache. Es bedeutet: Nächstenliebe und Dienst für hilfebedürftige Menschen. Die Diakonie ist die Soziale Arbeit der Evangelischen Kirche.

Alter: Die Hephata Diakonie ist 117 Jahre alt.
Sie ist ein gemeinnütziger Verein.

Ort: Der Stammsitz ist Schwalmstadt-Treysa in Nordhessen.
Die Hephata Diakonie arbeitet in den Bundesländern Bayern, Hessen und Rheinland-Pfalz.

Mitarbeiter: 2208 Frauen und 912 Männer arbeiten in Teilzeit und in Vollzeit für die Hephata Diakonie. 

Aufgaben: Assistenz, Unterstützung, Pflege, Therapie, Bildung, Erziehung, Arbeit, Wohnen, Kultur und Sport.
Insgesamt hat Hephata mehr als 4.926 Projekte und Plätze für Kinder und Erwachsene. Dabei ist es egal, woher die Menschen kommen und ob sie an Gott glauben oder nicht. 

Bereiche: Behindertenhilfe, Jugendhilfe, Förderschule,
Soziale Rehabilitation, Psychiatrie, Psychotherapie und Neurologie, Wohnungslosenhilfe, Kindertagesstätte, Berufliche Bildung und Ausbildung.
Mehr zu den Bereichen finden Sie ab Seite 46.

Leitung: Drei Führungskreise leiten Hephata: Mitgliederversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand.
Die Fotos der Mitglieder finden Sie rechts.

Die Mitgliederversammlung berät und beschließt die Aufgaben und Ziele der Hephata Diakonie. Sie kontrolliert den Aufsichtsrat und den Vorstand. Der Aufsichtsrat arbeitet ehrenamtlich. Er überwacht die Arbeit des Vorstands.
Der Vorstand besteht aus drei Direktoren.
Dies sind: Maik Dietrich-Gibhardt,
Judith Hoffmann und
Klaus Dieter Horchem.
Jeder Direktor ist für mehrere Bereiche zuständig.
Maik Dietrich-Gibhardt ist Sprecher des Vorstands und Vorsteher der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.
Studium: Auf dem Gelände der Hephata Diakonie in Schwalmstadt kann man auch studieren.
Die Evangelische Hochschule Darmstadt (EHD) bietet hier das Studium „Soziale Arbeit“ an. Und man kann hier auch Diakon werden.

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Assistentin Tamara Lohse,
Erika Lambach, Stefanie Lapacek,
Heike Becker, Stefanie Weckesser (Vorsitzende)
und Sabrina Pfaff (Stellvertreterin, von links).

Es fehlt: Werner Gitzel

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Heiko Raasch, Katja Eichler, Tobias Kalinic,
Petra Schulte-Langforth, Renate Matern,
Martina Bosse, Wolfgang Thomsen,
Christian Köhler (Stellvertreter),
Thomas Schmidt, Melanie Giugno,
Natalija Smirnova, Erwin Gomell,
Peter Hendreich, Klaus Vogt,
Michael Götzke, Thorsten Bergmann (Vorsitzender)
und Andreas Schuster (von links).

Es fehlt: Assistentin Marion Honè.
Frauenbeauftrage: Katja Eichler.
Stellvertreterin: Martina Bosse.

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Yannik Krause, Susanne Becker,
Reinhard Wemhöner (Stellvertreter),
Fabian Bender, Cihad Kaya,
Klaus Dieter Diebel (Vorsitzender),
Daniel Schäfer, stellvertretende
Vertrauensperson Pia Nickel, Vanessa Schneider, Vertrauensperson Jens-Stephan Dorweiler,
Julian Sorg und Andreas Stummer (von links).

Es fehlt Rebecca Kempf.

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Hintere Reihe:
Florian L., Johannes (Berater),
Laura (Beraterin), Steffen (Berater)

Vordere Reihe:
Elisabeth, Laura, Shirley (Stellvertreterin),
Nina, Florian R. und Samantha (Vorsitzende)

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Theresa Fink (Frauenbeauftragte)
und Jackie Lee Abshire (Stellvertreterin, von links).

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Assistentin Christel Östreich, Dieter Bergmann,
Michael Zatkos, Ulla Siebert (Stellvertreterin),
Werner Brand, Norman Gilde, Glenn Cunanan,
Thomas Schmidt, Hans Sabel (Vorsitzender),
Sabrina Urbanski, Katja Eichler, Jörg Schewe,
Uwe Dieditz, Michael Kaspar, Peter Kriegsmann,
Lothar Heckl, Nico Zollet und
Benjamin Popp (von links).

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Vollbild

Hephata steht seit 117 Jahren in der Tradition der Diakonie, wir sind aktives Mitglied in zwei diakonischen Landesverbänden, eine diakonische Gemeinschaft ist eng mit uns verbunden, Andachten, Gottesdienste und Kirchenmusik gehören wie selbstverständlich zu unserem Angebot.
Dennoch nehmen wir Veränderungen wahr:
Die Kirchen verlieren in Deutschland insgesamt an Prägekraft und Bindefähigkeit. Davon wird auch Hephata nicht unbeeinflusst bleiben.

Wir müssen uns darüber Gedanken machen, wie wir unser diakonisches Erbe lebendig halten und weitergeben.
Das ist auch wichtig, um auf dem Markt sozialer Dienstleistungen erkennbar und glaubwürdig zu bleiben.
In fast allen Bereichen unserer täglichen Arbeit ist das Thema diakonische Haltung elementar.
Wie wir dieses einfließen lassen, zeigen die folgenden Beispiele.

Bundesteilhabegesetz
Die Hephata Diakonie hat sich im vergangenen Jahr intensiv auf die Umsetzung des Bundesteilhabegesetzes vorbereitet. Hephata hat dabei bereits das neue Instrument der Individuellen Hilfeplanung (ITP) flächendeckend ausgerollt, was noch keine Selbstverständlichkeit im Sektor der sozialen Dienstleister ist.
Die Einführung des ITP bedeutet einen fachlichen Paradigmenwechsel, der viel mit dem Anspruch des neuen Bundesteilhabegesetzes und
der UN-Behindertenrechtskonvention zu tun hat:
Der einzelne Mensch und sein jeweiliger Bedarf stehen im Mittelpunkt der Assistenzleistungen.
Die mit der neuen Systematik gewonnen Erkenntnisse sind bereits jetzt von großem Wert und fließen in die konzeptionellen Überlegungen zur Weiterentwicklung ein.
Das hat nicht nur das Ziel, besser mit denstrukturellen Herausforderungen umgehen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen entsprechen zu können. Sondern für uns ist es auch eine klare Positionierung, ein Bekenntnis zu einem diakonisch geprägten Menschenbild.

Wirtschaftliche Entwicklung
Das spielt auch bei der wirtschaftlichen Entwicklung des Unternehmens Hephata eine entscheidende Rolle.
Die Wirtschaftlichkeit ist eine der Grundlagen für eine erfolgreiche sozialdiakonische Arbeit, die den Menschen dient. Dabei hält der sogenannte soziale Markt mit seinen Rahmenbedingungen immer wieder Herausforderungen bereit, die angemessen gestaltet werden müssen.
Nach der großen Anzahl von Flüchtlingen in den Jahren 2015 und 2016 etwa war in 2017 auch bei den „unbegleiteten
minderjährigen Ausländern“ ein deutlicher Rückgang zu verzeichnen. Das hat in der Jugendhilfe der Hephata Diakonie auch zu einem Rückbau von Angeboten und einem Abbau von Stellen geführt - dank einer fachlich und menschlich guten Steuerung konnte dies unter Vermeidung von Kündigungen geschehen.
Vor dem Hintergrund des neuen Bundesteilhabegesetzes wiederum konnte die Eingliederungshilfe im Geschäftsbereich Soziale Rehabilitation und im Geschäftsbereich Behindertenhilfe Entgeltsteigerungen verzeichnen, die
allerdings eine Laufzeit bis Ende 2019 haben.
Für den Bereich Jugendhilfe wurde durch die Jugendhilfekommission ab dem 1. Januar 2018 eine 1,9 prozentige Steigerung vereinbart. Eine tarifliche Steigerung der Löhne und Gehälter unserer Mitarbeitenden wird für 2018 erwartet, da in 2017 in der Diakonie Hessen keine Arbeitsrechtskommission gebildet werden konnte. Insgesamt ist die wirtschaftliche Entwicklung der Hephata Diakonie bei allen bestehenden Herausforderungen als zufriedenstellend zu bezeichnen.
Dies zeigt sich unter anderem daran, dass für das laufende Geschäftsjahr wieder eine Vielzahl von Investitions-
und Instandhaltungsmaßnahmen geplant sind.


Bilanz                                   31.12.2017                         31.12.2016
                                                            Euro                                      Euro
Aktiva
Anlagevermögen           124.002.549                      130.777.790
Umlaufvermögen            77.470.913                         64.879.205
Ausgleichsposten
nach dem HKHG                                  -                                381.501
Rechnungs-
abgrenzungsposten                 66.614                              108.417
Summe                               201.540.076                     196.146.913

Passiva
Eigenkapital                      125.384.858                     121.974.551
Sonderposten                     19.326.246                        20.225.919
Rückstellungen                   19.183.400                       19.931.800
Verbindlichkeiten              37.561.202                        33.924.349
Rechnungs-
abgrenzungsposten                  84.370                                 90.294
Summe                                201.540.076                      196.146.913


Spenden                                            2017                                    2016                                                                Euro                                    Euro
Barspenden                               539.991                              520.488
Bußgelder                                     79.853                                97.644
Sachspenden                                 2.869                                   2.866
Summe                                        622.713                              620.998

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Viele wichtige Projekte der Hephata Diakonie können nur mit Hilfe von Spenden entstehen. Denn der Staat bezahlt nicht alle Projekte, die wichtig sind.
Es geht dabei um Projekte, die das Leben unserer Klienten schöner und glücklicher machen können. Dafür sind alle Spenden wichtig, egal ob große oder kleine Beträge.
Hier stellen wir Ihnen die wichtigsten Spendenprojekte des letzten Jahres vor:
vom Sportprogramm bis zum neuen Traktor.

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Unsere Hephata-Klinik hat eine eigene Epilepsie-Station.
Hier werden die Patienten sehr gut untersucht und behandelt. Doch viele Fragen und Probleme treten erst im Alltag zu Hause auf. Dafür hat unsere Klinik extra eine Beratungsstelle.
Hier arbeitet eine Epilepsieberaterin.
Sie berät die Patienten kostenlos. Die Krankenkassen bezahlen für diese Beratung nicht. Deswegen brauchen wir Spenden.
Im letzten Jahr gaben uns Menschen für die Arbeit der Beratungsstelle 43.403 Euro.

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Menschen mit Behinderungen wollen ihr Leben so viel wie möglich selbst bestimmen. Sie wollen mitten in der Gesellschaft leben. Sie wollen in der Nähe von Freunden oder Familien leben. Oder an anderen Orten, die ihnen gefallen.
Sie wollen teilhaben.
Deswegen bietet unsere Behindertenhilfe immer mehr kleine Wohnhäuser und Wohngemeinschaften in vielen Regionen Hessens an. Dafür spendeten Menschen
im letzten Jahr 77.047 Euro.

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Manche Menschen mit Behinderung können nicht sprechen. Ihnen hilft die Unterstützte Kommunikation.
Die Unterstützte Kommunikation bedeutet vor allem: Kommunikation mit Hilfe von Bildern, Gebärden und Computern. Das sind Sprach-Computer mit besonderen Programmen. Unsere Förderschule nutzt diese Computer und Programme für den Unterricht. Die Kosten werden nicht komplett von den Krankenkassen oder vom Staat bezahlt. Dafür gaben uns Menschen im letzten Jahr 78.850 Euro.

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Unsere Förderschule und unsere Werkstätten bieten auch viele Sportgruppen an. Denn Sport treiben bedeutet: höhere Fitness, mehr Anerkennung, größeres Selbstvertrauen und natürlich auch Kräftemessen.
Die Sportler Hephatas machen deswegen auch bei den Wettkämpfen von Special Olympics mit. Das ist ein Sportfest für Menschen mit geistigen Behinderungen. Das Training,
die Ausrüstung und die Teilnahme kosten Geld.
Dafür spendeten uns Menschen 138.951 Euro.

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Die Hephata Diakonie hat mehrere Werkstätten für Menschen mit Behinderungen, mit seelischen und sozialen Problemen. Eine Werkstatt ist das Bio-Hofgut Richerode. Hier gibt es 50 Ausbildungs- und Arbeitsplätze. Zehn Mitarbeiter unterstützen
die Beschäftigten. Gemeinsam bearbeiten sie Acker und Weiden. Sie züchten Schweine, Rinder und Hühner.
Für die Arbeit auf dem Bio-Hofgut Richerode war im letzten Jahr ein neuer Traktor nötig. Dafür spendeten uns Menschen 107.275 Euro.

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Das ist eine Ausbildungsstätte auf Fachschulniveau.
Auf dem Campus unserer Akademie ist auch der Studienstandort der Evangelischen Hochschule Darmstadt. Hier lesen Sie mehr über wichtige Projekte der Akademie.

Soziale Arbeit studieren
Auf dem Campus unserer Akademie kann man auch studieren. Der Campus unserer Akademie in Schwalmstadt-Treysa ist ein Studienstandort der Evangelischen Hochschule Darmstadt (EHD). Hier kann man zwei Bachelor-Studiengänge studieren. Erstens: Soziale Arbeit.
Zweitens: Soziale Arbeit mit einer Spezialisierung.
Nach dem Studium mit der Spezialisierung kann man sich als Diakon einsegnen lassen. Insgesamt studieren hier 201 Frauen und Männer. Im Jahr 2017 haben hier 52 Studenten ihr Studium begonnen.
 
Viele Ausbildungsmöglichkeiten
Unsere Akademie bietet sechs Ausbildungen für Berufe an.
Das sind soziale und pflegende Berufe:
Erzieher, Heilerziehungspfleger, Heilpädagoge, Altenpfleger, Altenpflegehelfer und Diakon.
Vier von diesen Ausbildungen kann man auch neben dem Beruf machen. Die Ausbildungen neben dem Beruf werden immer wichtiger. Dabei können die Auszubildenden gleichzeitig lernen und Geld verdienen. So können auch
Menschen eine Ausbildung machen, die dafür vorher keine Möglichkeit hatten. Insgesamt gibt es an der Akademie 372 Auszubildende.

Heilerziehungspfleger werden
Nach den Sommerferien kann man an der Akademie eine Ausbildung zum Heilerziehungspfleger auch neben dem Beruf machen. Bislang konnte man die Ausbildung nur in Vollzeit machen. Die Ausbildung neben dem Beruf ist vom Staat geprüft. Sie dauert dreieinhalb Jahre.
Heilerziehungspfleger unterstützen Menschen im Alltag,
bei der Arbeit, beim Wohnen und in der Freizeit.
Sie haben eine Ausbildung in Pädagogik und in Erziehung.
Einige Anmeldungen für die neue Ausbildungsform
neben dem Beruf haben wir schon bekommen.

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Das ist fachliche Assistenz und
praktische Unterstützung für die Bereiche:
Arbeiten, Wohnen und Leben in einer inklusiven Gesellschaft. Lesen Sie mehr über wichtige Themen
unserer Behindertenhilfe.

Begegnungscafé in Büdingen
Unsere Behindertenhilfe hat im Jahr 2016 ein neues Wohnhaus in Büdingen eröffnet. Mitten in der Stadt,
mitten in der Gesellschaft. Das gilt aber nicht nur für das Haus.
Seit letztem Jahr machen Mitarbeiter und Bewohner auch beim Begegnungscafé in Büdingen mit.
Die Evangelische Kirchengemeinde hatte die Idee für das Café. Hier gibt es viele verschiedene Kurse und Angebote.
Die Bewohner und Mitarbeiter Hephatas wollen alle zwei Wochen eine Veranstaltung organisieren. So können Menschen mit und ohne Behinderungen zusammen Zeit verbringen.
   
Neues Zertifikat für die Werkstätten
Die Werkstätten für Menschen mit Behinderungen (WfbM) lassen jedes Jahr ihre Qualität prüfen. Ein Prüfer kontrolliert die Arbeitsabläufe und die Organisation. Dafür gibt es strenge Regeln. Nur wenn der Prüfer keine Mängel feststellt, 
gibt es ein Zertifikat. Die WfbM hat ein neues Zertifikat bekommen. Sie hat sich im Juni 2017 prüfen lassen. Dabei hat die WfbM freiwillig mehr Regeln befolgt, als es das Zertifikat verlangt. Das ist gut für die Zusammenarbeit mit anderen Unternehmen.

Stiftung Anerkennung und Hilfe
Wir haben im Juni 2017 eine Veranstaltung zur „Stiftung Anerkennung und Hilfe“ organisiert. Die Stiftung hilft ehemaligen Heimkindern. Die ehemaligen Heimkinder haben als Kinder und Jugendliche zwischen 1949 und 1975 in Heimen für Menschen mit Behinderungen oder in Psychiatrien gelebt. Viele ehemalige Heimkinder hatten in den Heimen schlimme
Erlebnisse. Sie leiden noch heute unter den Erlebnissen.
Die Stiftung hilft ihnen auch mit Geld. Dafür müssen die ehemaligen Heimkinder einen Antrag stellen. Das haben auch ehemalige Heimkinder Hephatas getan.

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Das ist eine private, vom Staat anerkannte Schule.
Die Förderschule ist für Kinder, die keine Regelschule besuchen können. Und sie ist ein Beratungs- und Förderzentrum für Kinder, die besondere Unterstützung brauchen. Hier lesen Sie von neuen Projekten.

Länger im Unterricht
Unsere Förderschule in Schwalmstadt-Treysa hat drei Standorte. Ein Standort ist die Hermann-Schuchard-Schule (HSS). Das ist eine vom Staat anerkannte Privatschule
mit drei Schwerpunkten: Das sind die geistige, körperliche und motorische Entwicklung. Seit dem letzten Schuljahr ist die HSS eine Schule mit einem Ganztagesangebot.
Das bedeutet: Die Schüler bleiben jetzt an drei Tagen länger.
Außerdem beginnt der Unterricht morgens eine halbe Stunde früher. Die Schüler haben jetzt 36 Stunden pro Woche Unterricht. Vorher waren es 28 Stunden. An dem Ganztagesangebot nehmen alle Schüler teil.
 
Eigenes Beratungs- und Förderzentrum
Die Förderschule ist auch ein Beratungs- und Förderzentrum (BFZ). Im BFZ arbeiten zwei Lehrkräfte der Förderschule.
Sie beraten an Regelschulen Kollegen, Eltern und Kinder. Manche Kinder haben Probleme in ihrer Klasse.
Manche Kinder haben Probleme in der körperlichen, emotionalen oder sozialen Entwicklung.
Ziel der Beratung ist es, dass diese Kinder in ihrer Schule bleiben können. Das Ziel erreichen die Beratungskräfte bei
95 Prozent der Kinder mit Problemen.

Neuer Medienplan
Einen Plan für die neuen Medien im Unterricht gibt es bald für alle Schüler unserer Förderschule. Die Schüler der
Friedrich-Trost-Schule (FTS) machen den Anfang.
Die FTS ist ein Standort unserer Förderschule.
Sie ist eine vom Staat anerkannte Berufsschule.
Der Medienplan für die FTS hat mehrere Teile:
Lehrer und Schüler werden geschult.
Jeder hat in der Schule ein Tablet.
Die Tablets sind miteinander verbunden.
Ein Beamer ersetzt die Tafel.
Der Unterricht findet sehr oft mit den Tablets
statt und ist vielseitiger.

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Das ist Hilfe für Kinder und Jugendliche mit unterschiedlichen Problemen. Unsere Jugendhilfe unterstützt bei der Ausbildung, Bildung und Erziehung in Familien oder Wohngruppen. Lesen Sie hier von neuen Entwicklungen.

Neue Wohngruppe für Mädchen
Eine neue Wohngruppe nur für Mädchen hat unsere Jugendhilfe im März 2018 eröffnet. In der Wohngruppe leben bis zu acht Mädchen im Alter von 13 bis 18 Jahren.
Sie kommen aus ganz Deutschland. Denn es gibt in Deutschland zu wenige Wohngruppen extra für Mädchen.
Die Wohngruppe wird ihr neues Zuhause.
Das Ziel: Die Mädchen können irgendwann in ihre Familien zurückkehren. Die neue Wohngruppe ist in einem ehemaligen Gasthaus in Hümme in Nordhessen. Die Hephata Diakonie hat das ehemalige Gasthaus gekauft und umgebaut.

Beratungsstelle am Marktplatz
Unsere Jugendhilfe bietet seit März 2017 eine neue Beratungsstelle auf dem Treysaer Marktplatz an.
Hier können Jugendliche und junge Erwachsene kostenlos Beratung und Hilfe bekommen. Sozialpädagogen helfen ihnen beispielsweise wenn es um die Themen Schule, Ausbildung und Beruf geht.
Die Beratungsstelle ist Teil des EU-Projektes „Jugend stärken im Quartier“. Das Projekt läuft in ganz Deutschland und erstmal bis Ende des Jahres. Das Projekt wird mit Geld der EU und des Deutschen Staates bezahlt.

Reifen flicken
Unsere Jugendhilfe hat viele Wohngruppen und Ausbildungsmöglichkeiten. Sie bietet aber auch Freizeitprojekte an.
Ein Projekt ist die „Offene Fahrradwerkstatt“ in Treysa.
Das ist eine Zusammenarbeit mit der Stadt, dem Allgemeinen Deutschen Fahrrad Club und dem Arbeitskreis für Toleranz und Menschenwürde. Hier reparieren seit April 2017 Jugendliche, Mitarbeiter und Ehrenamtliche zusammen Fahrräder.
Dabei kommen sie ins Gespräch -
nicht nur über das Reifenflicken.
Die „Offene Fahrradwerkstatt“
wird mit Geld der EU unterstützt.

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Das Fachkrankenhaus für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie. Das Krankenhaus hat eine Psychiatrische Tagesklinik und eine Psychiatrische Sprechstunde.
Hier bekommen Sie einen Überblick zu den aktuellen Themen.


Neuer Chefarzt
Die Hephata-Klinik hat zwei medizinische Leiter:
Einen Chefarzt für die Fachrichtung Neurologie. Und einen Chefarzt für die Fachrichtung Psychiatrie und Psychotherapie.
Der Chefarzt der Neurologie ist seit 2014 Dr. Bernd Schade.
Der Chefarzt der Psychiatrie und Psychotherapie hat im
März 2017 gewechselt. Der neue Chefarzt ist Peter Wulf.
Peter Wulf ist Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie.
Er hat vorher als Oberarzt am Klinikum Fulda gearbeitet.
Dort hat er eine Station für die Behandlung von
Depressionen ausgebaut.
 
Neuer Computertomograph
Ein Computertomograph (CT) ist in einer Fachklinik für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie ein wichtiges Gerät. Mit einem CT können zum Beispiel Erkrankungen des Gehirns schnell erkannt werden. Das ist wichtig bei Patienten mit einem Schlaganfall. Denn für Patienten mit einem Schlaganfall zählt jede Minute. Die Hephata-Klinik hat eine eigene Abteilung für diese Patienten.
Vor allen Dingen deswegen hat sie im Dezember 2017 einen neuen CT gekauft. Der neue CT ist noch schneller und genauer als der alte.

40 Jahre Fachklinik Weibersbrunn
Die Fachklinik Weibersbrunn ist eine Klinik für Menschen,
die suchtkrank sind. Die Menschen sind süchtig nach Alkohol oder Medikamenten. Manche haben auch verbotene Drogen genommen. Manche haben zusätzlich Probleme mit der Seele. Die Menschen müssen erst eine Entgiftung in einem Krankenhaus machen. Danach können sie in die Fachklinik kommen. Hier helfen ihnen Ärzte und Therapeuten dabei, ohne Drogen zu leben. Die Fachklinik hat 60 Betten.
Im Sommer 2017 feierten Mitarbeiter und Patienten
das 40-jährige Bestehen der Fachklinik.


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Die Begleitung und Pflege von Menschen mit psychischen Behinderungen und Suchtkrankheiten.
Hier lesen Sie von neuen Projekten und Angeboten
unserer Sozialen Rehabilitation.


Zusammenarbeit mit Bio-Landwirten
Die Werkstätten unserer Sozialen Rehabilitation (WfbM) arbeiten seit Herbst 2017 eng mit einigen Bio-Landwirten zusammen. Sie haben dafür extra eine kleine Firma gegründet.
Die Zusammenarbeit wird von der EU gefördert. Dabei geht es um den Anbau und die Verarbeitung von Bio-Salat und
Bio-Gemüse. Der Salat und das Gemüse werden von
Bio-Landwirten in der Region angebaut. Die Klienten der WfbM in Fritzlar waschen und verlesen den Salat und das Gemüse. So bietet die WfbM ihren Klienten ein neues Arbeitsgebiet an. Ein anderer Verarbeiter übernimmt dann das Zerkleinern und Verpacken für den Handel.

Neue Therapie entwickelt
Die Fachklinik Fürstenwald und unsere Soziale Rehabilitation haben im letzten Jahr eine neue Therapie entwickelt.
Sie ist für Menschen mit Suchtkrankheiten gedacht.
Die Menschen müssen Bedingungen erfüllen: Sie müssen schon ohne Drogen leben und sich weiter stärken wollen.
Die Therapie beginnt mit einem Aufenthalt von sechs Wochen in der Fachklinik. Danach kommen die Klienten in die Wohneinrichtung der Sozialen Rehabilitation zurück.
Hier betreuen sie unsere Mitarbeiter. Außerdem bekommen
sie Unterstützung von Suchtberatern der Diakonie.

Internationale Grüne Woche
Unsere Soziale Rehabilitation hatte einen Messestand im Januar 2018 auf der „Internationalen Grünen Woche“ in Berlin.
Das ist die wichtigste Messe für Ernährung, Landwirtschaft
und Gartenbau. Die Soziale Rehabilitation präsentierte dort
unseren Bio-Metzger und unsere fünf Bio-Landwirtschaften. Von diesen stammte auch das Fleisch für das Buffet beim Hessenabend der Messe. Zum Hessenabend hatte Ministerin Priska Hinz 400 Gäste eingeladen.

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Hier kommen Frauen und Männer aus pädagogischen, sozialen und pflegenden Berufen zusammen. Sie haben eine Weiterbildung zum Diakon gemacht. Sie setzen sich für Diakonie, Kirche und eine soziale Gesellschaft ein.
Erfahren Sie hier mehr.

Neues Berufsverständnis
Was machen Diakone genau? Und was sollen sie in Zukunft machen? Die Landeskirche von Kurhessen-Waldeck will diese Fragen neu beantworten. Dafür hat sie eine Arbeitsgruppe gebildet. Darin arbeiten auch zwei Mitarbeiter Hephatas mit: Pfarrer Maik Dietrich-Gibhardt,
Vorstandssprecher der Hephata Diakonie,
und Diakon Björn Keding, Geschäftsführer
der Diakonischen Gemeinschaft Hephata.
Björn Keding hat im letzten Jahr einen Arbeitskreis in der Diakonischen Gemeinschaft Hephata gegründet.
Der Arbeitskreis entwickelt Ideen für die neuen und alten Aufgaben von Diakonen. Die Ideen werden dann an
die Arbeitsgruppe der Landeskirche gegeben.  

Erinnerungsfest an die Einsegnung
Im Frühjahr 2017 fand das erste gemeinsame Einsegnungs-Erinnerungsfest der Diakonischen Gemeinschaft Hephata und der Landeskirche von Kurhessen-Waldeck statt. Zu dem Fest werden Diakone zum ersten Mal fünf Jahre nach ihrer Einsegnung eingeladen.
Mit dem Fest nähern sich die Diakonische Gemeinschaft Hephata und die Landeskirche weiter an. Die Diakonische Gemeinschaft begleitet die Ausbildung und den Alltag der Diakone. Die Landeskirche segnet die Diakone in ihr Amt ein. Danach arbeiten sie bei der Kirche, bei der Diakonie und anderen sozialen Trägern.

Demokratie wählen, stärken, leben
Die Diakonische Gemeinschaft Hephata organisierte
zum Thema: „Demokratie wählen, stärken, leben“
drei Veranstaltungen:
Im Mai 2017 fanden ein Diskussionsabend,
eine Kinovorführung und ein Gottesdienst statt.
So will die Diakonische Gemeinschaft Hephata auch
für Politik und Gesellschaft Verantwortung übernehmen.
Mehr als 120 Menschen nahmen an den Veranstaltungen teil.


   



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Die Gemeinde für Angehörige, Beschäftigte, Bewohner, Freunde, Mitarbeiter und Nachbarn der Hephata Diakonie.
Die Nachrichten über besondere Veranstaltungen der Gemeinde können Sie hier nachlesen.

Türen öffnen
„Türen öffnen, Gerechtigkeit leben“, so hieß eine Ausstellung unserer Kirchengemeinde im letzten Oktober. Die Ausstellung war Teil einer Aktion der Diakonie Deutschland.
Bei der Aktion ging es darum: Martin Luther soll vor langer Zeit 95 Thesen an eine Holztür in Wittenberg genagelt haben. Damit wollte Martin Luther die Kirche verändern. Er trat auch für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft ein. Im letzten Jahr war das 500 Jahre her. Das feierten die Diakonie Deutschland und Hephata. Deswegen waren in der Ausstellung Hephatas
26 Holztüren zu sehen. Die Holztüren haben unter anderem Konfirmanden, Schüler, Kindergartenkinder, Patienten, Klienten und Mitarbeiter gestaltet. So drückten sie ihre Gedanken zu Gerechtigkeit aus.
 
Gottesdienst am Mahnmal
Am Mahnmal vor der Hephata-Kirche findet jedes Jahr am Buß- und Bettag ein Gottesdienst statt. In dem Gottesdienst wird an die Bewohner gedacht, die im Nationalsozialismus ermordet worden sind. Ein Team aus Klienten, Mitarbeitern, Studenten und Auszubildenden gestaltet den Gottesdienst.
Im letzten Jahr gehörte auch Julia Gilfert zu dem Team.
Sie erzählte aus dem Leben ihres Großvaters Walter Frick. Walter Frick lebte nicht in einer Hephata-Einrichtung.
Aber er wurde als psychisch krank bezeichnet und
starb 1941 in der Nervenheilanstalt Bernau.

Gospels singen
Unsere Kirchenmusik hat mehrere Gruppen für Musiker und Sänger mit und ohne Behinderungen. Eine Gruppe ist der Gospelchor. Der Gospelchor besteht aus 20 Sängern im Alter von 13 bis 66 Jahren. Der Gospelchor hatte schon einige
Auftritte. Er hat auch schon zwei Lieder auf CD aufgenommen. Die Sänger des Chores singen bekannte Lieder in neuen Bearbeitungen und auch unbekannte Lieder.



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Übersicht

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Kapitel 2 Unsere Höhepunkte - Menschlichkeit leben

Unsere Höhepunkte

Neustart: Vom Wohnhaus in die eigene Wohnung

Kapitel 4 Unsere Finanzen - Soziale Arbeit leben

Diakonische Haltung

Einnahmen

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